Flaschen

Zum Abfüllen deines Bieres hast du unterschiedliche Möglichkeiten. Am Besten geeignet sind meiner Meinung nach Flaschen mit Bügelverschluss. Der Vorteil bei diesen ist, dass man keine zusätzlichen Geräte benötigt, wie z.B. bei Flaschen mit Kronkorken.

Desweiteren hat man den Vorteil, dass der Zeitpunkt zum Abfüllen des Bieres nicht zu hundert Prozent passen muss. Man kann das Bier auch schon etwas früher abfüllen und öffnet während der Nachgärung den Bügelverschluss nur ein wenig um einen zu großen Druck in der Flasche zu vermeiden. Ein zu großer Druck durch die Kohlensäure kann die Flasche zum Bersten bringen.

Bevor du selber Bier braust solltest du dir Gedanken machen, wie groß die späteren Gebinde für dein Bier sein sollen und dass du genug Flaschen für die von dir gebraute Biermenge zur Verfügung hast.

Bevor du jedoch die Flaschen mit deinem Bier füllst, musst du sie anständig waschen und mit viel klarem Wasser ausspülen.

Hier habe ich dir die gängigsten Flaschengrößen zusammengestellt:

Bügelverschlussflasche 500ml

Bügelverschlussflasche 750ml

Bügelverschlussflasche 1000ml

 

Zum Abfüllen des Bieres empfiehlt es sich ein sogenanntes Abfüllröhrchen zu verwenden, da man dadurch das Bier besser dosieren kann.

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Bierspindel

Die Bierspindel ist ein spezielles Aräometer, mit dem die Dichte des Bieres bestimmt wird.

Der dabei gemessene Wert ist die Stammwürze und wird in °P (Grad Plato) abgelesen. Ein Wert von 14 °P zeigt an, dass 140g Extrakt in einem Kilogramm Würze enthalten sind.

Die Temperatur hat auf die Messung einen wesentlichen Einfluss, da sich die Dichte mit der Temperatur verändert und somit falsche Werte abgelesen werden. Deswegen sind die Spindeln auf eine bestimmte Temperatur geeicht. In der Regel sind dies 20 °C. Abweichungen davon sind entsprechend zu korrigieren. Um dies zu erleichtern, sind die meisten Bierspindeln mit einem Thermometer und einer Korrekturskala ausgerüstet.

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Damit man die Würze abkühlen und die Messung anständig durchführen kann, empfiehlt es sich, dafür einen Messbecher zu verwenden.

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Jodtinktur

Um zu erkennen, dass die Stärke nach dem Maischen vollständig in Malzzucker gespalten ist, führt man die Jodprobe durch.

Dazu entnimmt man eine Probe aus dem Maische-Ansatz und gibt ein paar Tropfen Jod hinzu. Wenn in der Maische noch Stärke vorhanden ist, dann verfärbt sich das Jod dunkelblau. Wenn keine Stärke mehr vorhanden ist, dann findet keine Verfärbung statt.

Um bei der Probe einen besseren Kontrast zu haben, führt man die Probe für gewöhnlich auf einem weißen Teller durch.

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Läuterbottich

Im Läuterbottich wird die Maische auf einen Läuterboden aufgebracht. Die Maische, genauer gesagt die Spelzen der Getreidekörner, sinken auf den Boden und bilden eine Art Malzkuchen der als Filterschicht dient.

Der Sud fließt durch den Malzkuchen am Boden des Läuterbottichs und wirkt wie ein Filter, der die Schwebstoffe aus dem Sud zurückhält. Die dabei gewonnene Flüssigkeit ist die Würze.

 

Als einfacher Läuterbottich eignet sich der unten abgebildete Kunststoffbehälter. Er ist aus lebensmittelechtem Kunststoff und daher für den Läutervorgang geeignet. Man sollte jedoch beachten, dass die heiße Maische in den Behälter gefüllt wird und der Kunststoff dadurch an Festigkeit verliert. Er stellt auf jeden Fall eine kostengünstige Variante zum Läutern dar.

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Der Läuterbottich von Bielmeier ist aufgrund dessen, dass er aus Edelstahl gefertigt ist, unempfindlich gegenüber Hitze und leicht zu reinigen. Da man hier die Möglichkeit hat, den Deckel mit Spangen fest auf dem Behälter zu befestigen, kann man das Bier hier nicht nur für die Hauptgärung lagern, sondern durch den anbringbaren Gärspund auch für die Zeit der Nachgärung lagern.

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Sudkessel

Der Sudkessel dient zum Erhitzen der Maische und zum Würze- und Hopfenkochen.
Am Einfachsten ist es einen Sudkessel mit regelbarer Temperatur zu verwenden.

Wenn ein Sudkessel verwendet wird, der nur über den Boden beheizt wird, dann empfiehlt es sich, die Maische hin und wieder umzurühren, damit sich die beim Mälzen gebildeten Enzyme besser lösen und wirken können und das Malz nicht am Boden des Sudkessels anbrennt.

Je nachdem, wieviel Geld man bereit ist für sein Hobby auszugeben, gibt es unterschiedliche Geräte für jeden Geldbeutel.

Der „Bielmeier“ Sudkessel funktioniert wie ein Einkochtopf, besitzt jedoch, im Gegensatz zu einem herkömmlichen Einkochtopf, einen Edelstahlbehälter zum Bierbrauen und eine bessere Temperaturregelung.

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Der „Grainfather“ ist ein halbautomatischer Braukessel. Er programmierbar, hat eine Umwälzpumpe für die Würze, Ober- und Untersiebe für den Malzkorb und einen Gegenstromwürzekühler mit Kupferinnenspule. Dieser Braukessel ist eher für jene Leute gedacht, die oft Bier brauen und mehrere Funktionen in einem Gerät vereint haben wollen.

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Brauset für Märzenbier

Hier gibt es Sets, bei denen man mit Konzentraten arbeitet und die für Anfänger – die noch nie Bier gebraut haben – besonders geeignet sind und Sets, bei denen man mit den konkreten Rohstoffen arbeitet.

Allgemein lässt sich jedoch sagen, dass bei jedem Brauset die wichtigsten Teile vorhanden sind. Das bedeutet, dass außer den Rohstoffen auch ein Gärbehälter, ein Gärröhrchen und zumeist auch eine Bierspindel, die Jodtinktur und eine oder mehrere Anleitungen für den Brauvorgang mitgeliefert werden.

Flaschen und anderes Zubehör müssen dann extra zugekauft werden.

Hier ein Brauset mit Extrakten für Absolute Anfänger mit 10L:

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Brauset mit Rohstoffen für Fortgeschrittene 5L:

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Wozu dient der Hopfen?

Der Hopfen wird als die sogenannte Seele des Bieres bezeichnet und ist für den Bauprozess äußerst wichtig. Da der Hopfen eine zweigeschlechtliche Pflanze ist (es gibt also männliche und weibliche Pflanzen), können nur die jungfräulichen, weiblichen Blüten zum Bierbrauen verwendet werden. Es haben eben nur diese die notwendigen (Bitter-)Stoffe, welche unser Bier geschmacklich zu dem machen, was es ist.

Der Impuls Hopfen als zukünftige und unverzichtbare Bier-Zutat zu verwende, ging vermutlich von der Gegend um Weihenstephan aus in alle Lande. Dies war etwa im 9. Jahrhundert.

Mit dem Einsatz des Hopfens kam der einzigartige, mehr oder weniger bittere Geschmack ins Bier, den die Bier-Liebhaber in aller Welt so schätzen. Die Hopfeninhaltsstoffe sorgen zudem für längere Haltbarkeit von Bieren, beeinflussen die Schaumbildung positiv und stabilisieren den gesamten Brauprozess.

All diese positiven Einflüsse des Hopfens auf das Bier, sicherten ihm einen festen Stammplatz im Reinheitsgebot. Dies geschah am 23. April, anno 1516.

Weitere physiologische Eigenschaften des Hopfens:

Schlaffördernd, beruhigend, keimtötend, desinfizierend und stoffwechselfördernd.